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Displayed Knowledge
Visualisierungsmethode mit digitalen Medien
Das Wissen der Menschen vermehrt sich in
immer kürzeren Abständen. Genauere Untersuchungen der Brooks
Foundation zeigen, dass es sich gemessen an den einschlägigen Publikationen
der Jahre 1800 bis 1900 verdoppelt hat. Es verdoppelte sich abermals von
1900 bis 1950, und von 1950 bis 1960 – also in nur 10 Jahren –
setzt es sich erneut um. Schließlich ergänzt es sich von 1960
bis 1966 noch einmal. Seitdem expandiert unser Wissen alle 5 Jahre um
das Doppelte.
Selbst bei größtem Fleiß und höchster Motivation
dürfte es kaum möglich sein, immer und überall auf dem
neuesten Stand der Dinge zu bleiben. Die Bemühungen um die Lösung
dieses Problems gehören daher gegenwärtig zu den intensivsten
Anstrengungen fast aller Kulturnationen. Die Aktualität dieses Themas
bestätigt sich durch die Pisastudie und Deutschlands Platzierung.
Es besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass die Informationsgesellschaft
neue Formen des Lerners benötigt, die ihrerseits selbst erst durch
die neuen Informations- und Kommunikations-Technologien ermöglicht
werden. Angesichts rasch steigender Informationsmengen wird das Filtern
und die Kontext bezogene Analyse von Informationen zu einem entscheidenden
Faktor.
Lernen ist das Generieren von Wissen aus Informationen. Daten werden zu
Informationen, aus denen Wissen entstehen kann, wenn der Lernende die
Informationen in seiner Fülle erschließt.
Information müssen in Zusammenhänge gebracht werden, sie müssen
verknüpft werden, um Wissen zu konstruieren.
In den heutigen Geschichtsbüchern werden Ereignisse in zeitlicher
Folge und für sich alleine stehend gelehrt. Die Ereignisse verschiedener
Bereiche, wie z.B. Politik, Kunstgeschichte, Wirtschaft, Kultur, Technik
werden nebeneinander aufgelistet, ohne Bezug aufeinander zu nehmen. Es
werden keine Hilfestellungen gegeben, um das Zusammenspiel von verschiedenen
Geschehen darzustellen.
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Meine Diplomarbeit soll sich mit Zusammenhängen
von Informationen befassen. Die Darstellung von Auswirkung verschiedener
Ereignisse aufeinander. Es soll untersucht werden, ob durch Gestaltung
Zusammenhänge deutlicher werden können, eine Auseinandersetzung
mit den Möglichkeiten der visuellen Darstellung. Ein Versuch, wie
viel bzw. wenig benötigt wird, um Tendenzen, Zusammenhänge sichtbar
zu machen. Besonders wichtig ist mir die Ausarbeitung von einer visuellen
Informationsmethode, die die Verstrickungen der Ereignisse verdeutlicht.
Es könnten Begriffsnetze entstehen, die Informationen unterschiedlicher
Fachlichkeit und Menge bieten. Dabei ist ein intelligentes Strukturieren
der Informationen entscheidend. Es soll untersucht werden inwiefern Methoden
und Metaphern der Informationsvisualisierung geeignet sind, um den Zugang
zu Wissensstrukturen zu unterstützen.
Diese Fülle an zu vermittelndem Wissen werde ich auf einen übersichtlichen
Teilbereich beschränken, um exemplarisch zu zeigen, welche Möglichkeiten
in der Darstellung liegen. Da sich meine Diplomarbeit mit einer Methode
auseinandersetzt, kann ich zu diesem Zeitpunkt das Medium noch nicht bestimmen.
Diplomanmeldung
zum Sommersemester 2005
an der Fachhochschule Würzburg - Schweinfurt,
Fachbreich Gestaltung
1. Prüfer: Prof. Erich Schöls
2. Prüfer: Detlef Bursiek
Exposé von Wiebke Gloede |
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