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Wissen

Vor dem Hintergrund immer schneller veraltenden Wissens und eines sich ständig verändernden Bedarfs an Wissen wächst die Bedeutung der individuellen Lern-Qualifikation und damit der Zwang zum eigenständigen "Lernen-Lernen". Der moderne Mensch muss deshalb zum sicheren Umgang mit Daten, Informationen und Wissen befähigt werden und sich das Können aneignen, ständig neue Themengebiete zu erschließen. Somit muss der Erwerb einer angemessenen Lern-Kompetenz das zentrales Ziel zukunftsträchtiger Bildungspolitik sein.
Leben, Gesellschaft und Wirtschaft werden immer komplexer und komplizierter – in sich und in ihren Wechselwirkungen.
Der Wandel in der Welt beschleunigt sich.
Die Datenbanken der Welt wachsen in unzählbare Größenordnungen.
Das Wissen – gemessen an der Zahl der Veröffentlichungen – verdoppelt sich alle 2 bis 3 Jahre.
Mehr als 200 Millionen Menschen sind am Internet angeschlossen.
Jedes Jahr nimmt die Zahl der Weltbevölkerung um 100 Millionen Einwohner zu, sie benötigen Lebensmittel und Arbeit.
Die Anzahl der hungernden Menschen entspricht in etwa der Anzahl der Übergewichtigen.
Ein Industrieroberoter kann 3 bis 4 Arbeitsplätze ersetzen und amortisiert sich in einem Jahr.

 

 

Lernen

Unter Lernen versteht man den Erwerb von Kenntnissen sowie von geistigen und körperlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten. Lernen kann als systematische Änderung des Verhaltens aufgrund gewonnener und durchdachter Informationen (Wissen) durch Wahrnehmung von Veränderungen in der Umwelt bezeichnet werden. Empirisch können sowohl Lern- als auch Vergessenskurven erfasst werden.
Etwas lernen heißt: sich ein Stück Information aneignen, um damit eine Wirkung zu erzielen.
Wissenschaftlich wird Lernen von der Lernpsychologie untersucht; die Neurobiologie (Hirnforschung) betrachtet die dabei ablaufenden physiko-chemischen Vorgänge; die Didaktik versucht, diese Einsichten für Lernen im sozialen Kontext nutzbar zu machen.
Grundbedingung für Lernen ist die Fähigkeit zur Erinnerung (Gedächtnis). Jedoch ist Lernen mehr als das reine Abspeichern von Informationen. Lernen beinhaltet die Wahrnehmung der Umwelt, die Verknüpfung mit Bekanntem und das Erkennen von Regelmäßigkeiten.
Insbesondere für den Menschen heißt Lernen
• die Welt zu erkunden (Neugier),
• die Welt zu deuten (Verständnis) und
• die Welt zu ordnen (Werte).
Oder anders gesagt: Lernen heisst auf der Suche sein nach Antworten.
Die individuelle Persönlichkeit ist Ausgangspunkt, Träger, Zweck und Ziel des Lernens.

 

 

Zusammenhang

Ein Zusammenhang ist die Beziehung (Relation), die zwischen miteinander verbundenen Teilen besteht. Diese Teile können sein:
1. materielle Gegenstände - z.B. Körper, Teilchen, Objekte und auch physische Prozesse, oder
2. gedankliche Gegenstände - etwa Begriffe, Aussagen, Theorien oder Normen, und
3. Eigenschaften dieser beiden Arten von Gegenständen.
Jeder Zusammenhang bedeutet, dass eine Veränderung des einen Gegenstands von einer Veränderung des anderen begleitet wird. Zusammenhänge nach Relation werden auch objektive genannt, während man jene des gedanklich-sprachlichen Bereichs als Kohärenzen oder logische Zusammenhänge bezeichnet. Kausale Zusammenhänge gibt es hingegen in beiden.
Jeder Zusammenhang ist eine Relation, doch nicht jede Relation ein Zusammenhang - wenn nämlich die Beeinflussung nur in einer Richtung verläuft (z.B. hierarchische und Informationssysteme, Vererbung, Sternenlicht).
In der Religion, aber auch in der Intuition der meisten Menschen wird die Welt als zusammenhängendes Ganzes betrachtet. In dieser Hinsicht spricht die Philosophie von einer Korrespondenztheorie der Wahrheit: Zusammenhänge zwischen Gegenständen, Eigenschaften und Prozessen seien die Grundlage für die Kohärenz von Begriffen, Denkprozessen oder Aussagen. Dies ermöglicht uns die Erklärung von Gegenständen, die der Erkenntnis nicht unmittelbar zugänglich sind, mit Hilfe anderer, zu denen ein „objektiver Zusammenhang“ besteht
.

 

 

Zeit

Unter Zeit versteht man das Phänomen der Veränderung, das als Übergang von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft wahrgenommen wird. Die Vergangenheit ist dabei der Bereich der Tatsachen, die Zukunft der Bereich der Möglichkeiten. Das Vergehen der Zeit macht aus Möglichkeiten Tatsachen, aus Zukunft Vergangenheit. Die Frage nach dem Wesen der Zeit gehört zu den ältesten Fragen der Philosophie.
Die wohl markanteste Eigenschaft der Zeit ist der Umstand, dass es stets eine in gewissem Sinne aktuelle und ausgezeichnete Stelle zu geben scheint, die wir die Gegenwart nennen, und die sich unaufhaltsam von der Vergangenheit in Richtung Zukunft zu bewegen scheint. Dieses Phänomen wird auch als das Fließen der Zeit bezeichnet.
Zwischen der subjektiv wahrgenommen Zeit und der objektiv messbaren bestehen oft deutliche Differenzen.
Die Wahrnehmung der Zeitdauer hängt davon ab, was in der Zeit passiert. Ein ereignisreicher Zeitraum erscheint kurz, „vergeht wie im Flug“. Hingegen dauern ereignisarme Zeiträume scheinbar quälend lange. Von dieser Beobachtung leiten sich auch die Begriffe Kurzweil und Langeweile ab.
Paradoxerweise empfindet man im Rückblick die Zeiten gerade umgekehrt: In ereignisreichen Zeiten hat man viele Informationen eingespeichert, so dass dieser Zeitraum lange erscheint. Umgekehrt erscheinen ereignisarme Zeiten im Rückblick kurz, da kaum Informationen über sie gespeichert sind.

 

 

Geschichte

Geschichte im Sinne der Geschichtswissenschaft nennt man das in menschlichen Kulturen Geschehene. Geschichte in diesem Sinn ist etwas dem Menschen Eigenes; der Begriff wird jedoch häufig auch erweitert verwendet, um die Zeit vor dem Auftreten des Menschen bzw. vor der Entwicklung des Geschichtsbewusstseins darzustellen, insbesondere also die Naturgeschichte, dabei speziell die Erdgeschichte, die Vorgeschichte und andere Forschungsgebiete.
Geschichte als Begriff wird für ist die Überlieferung, Erforschung und Darstellung in ihrer zeitlichen oder sachlichen Aufeinanderfolge von Ereignissen und Tatsachen verwendet. Geschichtserkenntnis gründet sich auf Überreste und Tradition.
Einerseits kann Geschichte wissenschaftlich erforscht werden, andererseits ist die Darstellung der Ergebnisse und Zusammenhänge als eine künstlerische Tätigkeit zu betrachten: Der Historiker soll dem Leser auf nachvollziehbare, objektive und überzeugende Weise den Gang der Ereignisse sowie deren Ursachen und Wirkungen darlegen. Die Geschichtsphilosophie versucht, den Gang der Handlungen in einen übergeordneten Zusammenhang, ein Geschichtsbild, zu bringen.
Seit Cellarius (1638 – 1707) unterteilt man die Geschichte Europas und des Mittelmeerraums in die historisch datierbaren Zeiträume von Alter Geschichte, Mittelalterlicher Geschichte und Neuerer Geschichte. Diese europäische Periodisierung in Altertum, Mittelalter und Neuzeit lässt sich selbstverständlich nicht anwenden auf außereuropäische Hochkulturen - etwa in der chinesischen Geschichte oder in Japan, Indien oder Mittel- und Südamerika.